Jedes Tent nennt sich nach einem original Filmtitel des Duos. Eine Ausnahme gibt es jedoch:
"Sons Of The Desert" ist alleine dem Gründungstent vorbehalten und ist zudem Namensgeber der weltweiten Oberorganisation, der wir uns per Gründung angeschlossen haben. So gesehen sind wir also alle auch Wüstensöhne (und natürlich auch Wüstentöchter).
Für unser Tent haben wir uns einen Titel ausgesucht, der auch zum Saarland passen sollte. "One Good Turn" beschreibt das doch ganz gut. Der Film von 1931 besticht zudem durch die nobelsten Absichten von Stan und Ollie und gehört sicherlich zu den besten der 106 Filmen des Duos, einer der Untypischsten ist er allemal.
Stan und Ollie sind völlig verarmt. Einzig ihr Auto, ein Zelt und eine zweite Garnitur Unterwäsche dürfen sie noch ihren Besitz nennen. Wie sich das mit dem Zelt und der zweiten Garnitur erledigt hat, darf schallend belacht werden. Gleich zu Anfang des Films also ein meisterlich in Szene gesetzter faux pas, der wohl nur diesen liebenswerten Herren passieren kann. Vom Schicksal heimgesucht und mit leerem Magen sind sie auf die Hilfsbereitschaft anderer angewiesen.
Alte Dame: "Was, sie haben nichts mehr gegessen,
seit drei vollen Tagen?"
Stan: "Ja, seit vorgestern, gestern und morgen."
Gut gestärkt werden sie Zeuge, wie der alten Dame die Zwangsräumung droht. Nachdem ihr die bereitgehaltene letzte Rate für die Hypothek des Hauses offenbar gestohlen wurde, will sie James Finlayson noch am selben Tag vor die Tür setzen. Uneigennützig gehen unsere Helden ans Werk,
Mary Carr zu helfen, die ihnen bereitwillig Essen gab.
Ollie: "Eine gute Tat zieht eine andere nach sich."
Der Versuch, ihr Auto zu versteigern, um die fehlenden 100 Dollar aufzutreiben, misslang leider, was nicht heißt, dass sie ihren letzten Besitz nun noch hätten... Glücklicherweise kam Stan unverhofft zu Geld, was dieser allerdings erst als letzter erfuhr. Ollie bemerkte es wesentlich schneller und kam zu dem Schluss, dass sein langjähriger Freund wohl der
Dieb der Hypothek sein musste. Das war zu viel für den Ehrenmann Hardy. Wutentbrannt penetriert er seinen vormaligen Freund und verlangt von ihm, dass er der alten Dame ein Geständnis ablegt. Er trägt ihn sogar zu ihr, da sich das mit dem Auto ja, wie erwähnt, erledigt hatte. Nachdem sich schließlich auch für unsere wackeren, versuchsweisen Helfer in der Not, die Situation erschloss, dass es offenbar gar keine Notsituation gab (sie hatten durch die Tür nur eine Theaterprobe mit angehört), platzte Stan der Kragen. Wie in keinem anderen Film zuvor oder danach, ist er es nun, der sich gegen seinen Partner in erstaunlicher Vehemenz zur Wehr setzt und somit die charakteristische Rollenverteilung auf den Kopf stellt.